Freitag, 6. Juni 2008

Rauchverbot

Ich bin zwar überzeugter Nichtraucher es hat mich aber noch nie gestört, wenn andere rauchen - ist ja ihre freie Entscheidung.
Die aktuelle Diskussion über Rauchverbote wirft aber einige interessante Fragen auf.

Darf ich mir selbst eine Verletzung zufügen um in Krankenstand gehen zu können? – Natürlich nicht.
Darf ich mich selbst verstümmeln um eine Invalidenrente zu kassieren? – Selbstverständlich nicht, ich werde dann auch strafrechtliche Konsequenzen zu tragen haben.

Aber wenn ich meine Gesundheit trotz aller Warnungen langsam verschlechtere bis ich teure Behandlungen brauche oder gar arbeitsunfähig werde, und mein Lebensunterhalt von der Gesellschaft getragen werden muss, ist das selbstverständlich in Ordnung.
Darf ich also fressen bis ich arbeitsunfähig bin, darf ich saufen bis meine Leber versagt, darf ich rauchen bis ich Lungenkrebs kriege?
Oder darf die Gesellschaft hier die Rechte des Einzelnen einschränken oder gar Zwangsmaßnahmen setzen? Wie bei den niederösterreichischen Landesbediensteten denen der Verlust des Arbeitsplatzes angedroht wird, wenn sie zu dick sind, oder wie durch die Forderung vom Grazer Bürgermeister nach einer Zwangstherapie für Drogensüchtige.
Sind hier die Interessen der Gesellschaft über die Freiheit des Einzelnen zu setzen?

Viele Fragen und Stoff für hitzige Diskussionen.

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